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Umgestaltung der Maria-Montessori-Straße

Auf der Maria-Montessori-Straße in der Gemeinde Wallenhorst radelt es sich ab Mitte dieses Jahres besonders komfortabel und sicher. Zwischen Schneidling und Boerskamp wird der 360 Meter lange Verkehrsweg zu einer Fahrradstraße umgestaltet. Doch auch unterhalb der Oberfläche verändert sich einiges: Die Maßnahme verbindet Straßenbau mit der Modernisierung der unterirdischen Infrastruktur.

Sichere und sichtbare Radverkehrsführung

Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Umgestaltung zur Fahrradstraße. Die neue Fahrbahn der Maria-Montessori-Straße wird mit rot pigmentiertem Asphalt hergestellt, um den Charakter der Fahrradstraße deutlich hervorzuheben. Spezielle Markierungen, Piktogramme und Beschilderungen unterstreichen die neue Priorisierung des Radverkehrs. Aufpflasterungen in den Einmündungsbereichen dienen der Verkehrsberuhigung. Die fünfeinhalb Meter breite Fahrbahn wird von Gehwegen und Parkstreifen flankiert. Auch entsprechende Sicherheitsräume wurden berücksichtigt.

Eine tiefgreifende Maßnahme

Neben dem Straßenoberbau werden sowohl die Regen- und Schmutzwasserkanalisation als auch die Trinkwasserleitung ersetzt. Der neue Regenwasserkanal verläuft dabei über fünf Meter unter der Oberfläche. Solche großen Einbautiefen erfordern entsprechend dimensionierte Stahlbetonrohre und stellen beim Baugrubenverbau und dem Bauablauf besondere Herausforderungen dar. Notwendig macht den unterirdischen Eingriff die hydraulische Überlastung der bisherigen Regenwasserkanäle, die zu rechnerischen Überstauereignissen führen kann. Im Zuge der Planung wurden darum die Kanalquerschnitte vergrößert und teilweise die Fließrichtungen angepasst.

Besondere Rahmenbedingungen

Die Maria-Montessori-Straße erschließt mehrere öffentliche Einrichtungen, darunter Schulen, eine Sporthalle und einen Kindergarten. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an eine sichere und barri-erefreie Gestaltung sowie an die Verkehrsführung während der kurzen Bauzeit von einem Jahr. Die Anlieger wurden frühzeitig in die Planung der Maßnahme einbezogen, was sich als sehr erfolgreich erwies – die Zustimmung zum Ausbaukonzept war groß, und die meisten Anregungen der Beteiligten konnten in die Planung integriert werden. Auch wirtschaftlich ist die Maßnahme ein Erfolg, denn die gleichzeitige Erneuerung von Straße, Regen- und Schmutzwasserkanalisation sowie Trinkwasserleitung ermöglicht Synergieeffekte: Durch die gemeinsame Bauausführung können Kosten reduziert und Bauzeiten verkürzt werden.

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