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Neues Wohngebiet in Saerbeck

Nordöstlich des Ortskerns von Saerbeck entsteht auf einer Fläche von rund zehn Hektar ein neues Wohngebiet. Die Planung und Bauüberwachung der gesamten verkehrlichen und entwässerungstechnischen Erschließung liegt in ibt-Händen.

Es werden insgesamt zwölf Planstraßen mit einer Gesamtlänge von über 1,4 Kilometern sowie ein zentraler Quartiersplatz angelegt. Besonders an dem Projekt ist aber vor allem das Entwässerungskonzept, das auf eine klassische Regenwasserkanalisation verzichtet. Stattdessen wird Niederschlagswasser dezentral über Mulden sowie Mulden-Rigolen-Systeme im Straßenraum versickert. Privathaushalte müssen anfallendes Regenwasser vollständig auf dem eigenen Grundstück versickern. Dieses Konzept entlastet die Gewässer und unterstützt die Grundwasserneubildung.

Die Umsetzung des Entwässerungskonzepts gestaltete sich allerdings schwierig: Wegen hoher Grundwasserstände ließ sich der gemäß DWA-Regelwerk vorgeschriebene Abstand zwischen Rigole und Grundwasser nicht überall einhalten. Die Wasserbehörde genehmigte hierfür eine reduzierte Mindestdistanz. Um das Überflutungsrisiko so gering wie möglich zu halten, wurden die Versickerungsanlagen teilweise über die Mindestanforderungen hinaus dimensioniert. Der Überflutungsschutz wurde auch beim Straßenquerschnitt mitgedacht. Die meisten Fahrbahnen weisen ein Regelprofil mit Rinne in Fahrbahnmitte auf und können so bei Starkregen überschüssiges Wasser kontrolliert in Grünflächen oder Gräben ableiten.

Innovatives Wärmekonzept

Ein weiterer besonderer Aspekt des Projekts ist die geplante Wärmeversorgung über ein sogenanntes kaltes Nahwärmenetz. Dabei wird Erdwärme über Sonden in bis zu 150 Metern Tiefe gewonnen und in das Wohngebiet transportiert. Die Gebäude können über Wärmepumpen darauf zugreifen. Dieses System ermöglicht eine energieeffiziente und klimafreundliche Wärmeversorgung des gesamten Quartiers.

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