"Nur" zwei Wasserleitungen...
Eigentlich sollten an der Sandforter Straße in Osnabrück nur zwei Wasserleitungen neu verlegt werden. Doch aus einem Routineauftrag wurde ein Hürdenlauf um eine ganze Reihe von Komplikationen.
Ursprünglich geplant war die Verlegung eines Teilstücks der Rohwasserleitung vom Brunnen zum Wasserwerk Düstrup sowie eines Teilstücks der Trinkwasserleitung zum Hochbehälter Schinkelberg (beide DA 315) für die SWO Netz GmbH. Die Bauausführung sollte durch die Osnabrücker Firma Köster erfolgen, die Firma Beermann war mit den Horizontallenkboh-rungen beauftragt. Allerdings war schon der Start des Projekts holprig: Im März entdeckte man bei einer Oberflächende-tektion im Bereich der geplanten Trasse eine Fliegerbombe mit einem Gewicht von 250 Kilogramm, die im Rahmen einer Kampfmittelräumung geborgen und entschärft werden musste.
Bei der Bauausführung selbst stellten die hohen Grundwasserstände in den sandigen Böden eine Herausforderung dar, die mit aufwändiger Wasserhaltung abgesenkt werden mussten. Im Osten der Sandforter Straße, wo die Zielbaugrube rund sechs Meter tief ausgehoben werden sollte, reichten jedoch selbst die eingerichteten vier Brunnen um die Baugrube herum nicht aus. Es brauchte eine weitere Wasserhaltung in der Baugrube, um den erforderlichen Grundwasserstand zu erreichen.
Darüber hinaus fanden die Arbeiten auf empfindlichen Biotopflächen statt, sodass eine bodenkundliche Baubegleitung erforderlich und der Einsatz der Maschinen eingeschränkt war. Und auch von oben wurden die Bauarbeiten beeinträchtigt: Aufgrund von Hochspannungsleitungen über der Trasse gestaltete sich die Herstellung des Verbaus als besonders knifflig.
Beispielloses Gemeinschaftsprojekt
Zu guter Letzt musste das ibt-Team dafür sorgen, dass eine Glasfaserleitung parallel zu den Wasserleitungen termingenau umgeschlossen werden konnte. Gemeinsam mit einem von der SWO Netz GmbH beauftragten Drittunternehmen konnten in einer Nachtschicht alle vorbereitenden Arbeiten aber punktgenau fertiggestellt werden. Das ganze Projekt steht somit beispielhaft dafür, wie sich auch große Komplikationen beheben lassen, wenn alle Akteure – Bau-firmen, Auftraggeber, Behörden und ibt – konstruktiv zusammenarbeiten.