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Ökologisches Wohnen im Gosepark

Ein ökologisches Wohnquartier, in dem Maßnahmen zum Klimaschutz klar im Vordergrund stehen – genau das wünschte sich die Gemeinde Alfhausen für ein neues Baugebiet an der Eduard-Sudendorf-Straße.

Kurzbeschreibung

  • Entwicklung eines ökologisch nachhaltigen und sozial durchmischten Quartiers
  • Naturnah gestaltetes und zentral gelegenes Regenrückhaltebecken als Entrée ins Quartier und Identifikationsort
  • Sicherung der Grüngestaltung durch grünordnerische Vorgaben
  • Hoher Baustandard
  • Wärmeversorgung über zwei in Alfhausen befindliche Blockheizkraftwerke

Projekt
Bebauungsplan Nr. 47 "Gosepark"

Auftraggeber
Kreissparkasse Bersenbrück

Standort
Alfhausen

Zeitraum
2019 - 2021

Leistungsspektrum

  • Vollverfahren mit paralleler FNP-Änderung
  • LPH 1-3 HOAI
  • Städtebauliches Konzept
  • Umweltbericht
  • Wasserwirtschaftliche Voruntersuchung
  • Straßenvorplanung
  • Bauüberwachung

Ein Regenrückhaltebecken als Entrée

Gemeinsam mit der Kreissparkasse Bersenbrück wurde 2019 der Entschluss gefasst, auf einem ca. 4,9 ha großem Areal ein ökologisches Quartier mit ca. 100 Wohneinheiten zu entwickeln. Die städtebauliche Grundidee hinter dem Konzept ist ein im Eingangsbereich des Baugebietes gelegenes Regenrückhaltebecken, das durch seine naturnahe Gestaltung eine besondere Aufenthalts- und Erholungsfunktion für alle Bewohner übernehmen soll. Somit wird der Eingangsbereich des neuen Quartiers durch das Regenrückhaltebecken markiert, das von drei Seiten durch zweigeschossige Gebäude eingerahmt wird.

Soziale Durchmischung

Um ein bedarfsorientiertes Angebot an neuem Wohnraum im Eigenheim- und Mietwohnungsbau zu schaffen und die gewünschte soziale Durchmischung zu ermöglichen, wurden im gesamten Wohngebiet unterschiedliche Bauformen – vom Geschosswohnungsbau über das freistehende Einfamilienhaus oder Doppelhaus bis zur sogenannten Stadtvilla – vorgesehen. Ein wichtiger Anspruch bestand darin, dass das gesamte Baugebiet wie eine harmonisch abgestimmte Einheit wahrgenommen wird und gleichzeitig ausreichend Spielraum für individuelle Wünsche bleibt.

Nachhaltigkeit als oberstes Ziel

Der grüne Charakter des Wohngebiets wird schon direkt im Einfahrtsbereich unterstrichen: Baumtore markieren die Zufahrten, gleich dahinter passieren Anwohner und Besucher das naturnah gestaltete Regenrückhaltebecken mit begrünten Uferstreifen, das als Treffpunkt und Quartiersmitte dienen soll. Auch beim Gebäudebau wird stark auf Nachhaltigkeit gesetzt. So sollen sämtliche Häuser mit dem KfW-40-Standard errichtet werden. Die Wärmeversorgung der Wohngebäude erfolgt durch zwei Blockheizkraftwerke in Alfhausen. Die Ausrichtung der Gebäude wurde im Bebauungsplan so festgesetzt, dass Solarenergie optimal genutzt werden kann. Zudem sollen Flachdächer mit einer Neigung bis zu 15 Grad begrünt werden. Auf Schotter-, Stein- und Scherbengärten wird verzichtet, um die Bodenversiegelung möglichst gering zu halten und Lebensraum für die heimische Insektenwelt zu schaffen. Zur Rückhaltung von Regenwasser sind Zisternen auf den Grundstücken vorgeschrieben.

Vernetzung mit dem umliegenden Stadtraum

Zur besseren Vernetzung mit der nördlich des Plangebiet bestehenden Siedlung mit Spielplatz sowie zur Anbindung an den Bahnhof von Alfhausen werden zwei Fuß- und Radwege im Bebauungsplan festgesetzt. Verkehrlich wird das Plangebiet über eine Ringerschließung mit einer Breite zwischen 6 m bis 9 m erschlossen.

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