Wasserwirtschaft ⋅ Infrastruktur

Freie Fahrt für den Rasenden Boller


Neuer Durchlass an der B 51 in Glandorf

2,4 Kubikmeter pro Sekunde – so viel Wasser führt der Rasende Boller in Glandorf bei starkem Regen. Das bedeutet viel Druck für alles, was ihm in die Quere kommt. Zum Beispiel die Bundesstraße 51, deren Rahmendurchlass aus Beton für diese hydraulische Belastung nicht ausreichend war. Das hatten hydrodynamische Berechnungen im Rahmen eines Generalentwässerungsplans ergeben, den ibt für den Bach erarbeitet hatte. Fazit: Ein neuer Durchlass sollte her, diesmal nicht aus Beton, sondern aus Wellstahl: ein HAMCO Maulprofil. Das hat im Vergleich zu Beton mehrere Vorteile. Allen voran das geringere Gewicht. Zudem kann es vor Ort in Segmentbauweise hergestellt werden, sodass keine größeren Kräne benötigt werden.

Neuer Durchlass an der B 51 in Glandorf
Neuer Durchlass an der B 51 in Glandorf

Argumente, die auch den Planungs- und Bauausschuss der Gemeinde Glandorf überzeugten: Das Konzept wurde dort vorgestellt, befürwortet und in kürzester Zeit in die Tat umgesetzt. Im wahrsten Sinne des Wortes: Das Zeitfenster für die Ausführung war durch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr auf nur vier Wochen festgelegt worden. Zwei Wochen wurde die eine, danach zwei Wochen die andere Fahrbahn der B 51 gesperrt, die im Zuge der Bauarbeiten in dem Abschnitt eine neue Fahrbahndecke erhielt.

Das Projekt mit einem Bauvolumen von 200.000 Euro wurde in enger Zusammenarbeit der Fachbereiche Wasserwirtschaft, Vermessung und Bauüberwachung durchgeführt. Zu Gute kam den Kollegen die trockene Jahreszeit. Denn hätte der Bach zum Zeitpunkt der Arbeiten mehr Wasser geführt, wäre eine externe Wasserüberleitung notwendig gewesen.