Wasserwirtschaft ⋅ Infrastruktur

Siedlungsbau mit Herausforderungen


"Meyers Esch": Siedlungsbau mit Herausforderungen

Die Gemeinde Merzen benötigt neuen Wohnraum. Deshalb sollen rund um die Straße Kemnade auf einer Fläche von 3,85 Hektar derzeit gut 30 Häuser entstehen, für die es gilt, die erforderliche Infrastruktur zu schaffen. Von der Planung über die Ausschreibung bis zur Überwachung der Maßnahmen im Baugebiet „Meyers Esch“ liegt das Projekt komplett in ibt- Hand. Mit großen Herausforderungen wurden dabei vor allem die Kollegen der Wasserwirtschaft konfrontiert. So erforderte etwa die Trassenführung vom Siedlungsgebiet zur Voltlager Aa, die als Vorflut für die Regenwasserabflüsse dient, einen beachtlichen Planungsaufwand. Herausforderung Nummer zwei: das Regenrückhaltebecken. Das an der Höckeler Straße mit 2000 m³ vorhandene Becken musste auf 6000 m³ vergrößert werden. Denn: Darin sollen künftig die Oberflächenabflüsse des gesamten Siedlungsgebiets der Gemeinde Merzen aufgefangen und gedrosselt an den Unterlauf abgegeben werden.

Es mussten folglich alle bekannten Einleitstellen ermittelt und die Abflussmengen überprüft werden. Bei der Modifizierung wurde darauf geachtet, die Baumbepflanzung rund um das Becken zu erhalten.

Ökologische Aspekte beeinflussen auch das Bauzeitfenster. Dieses ist klein, da Rücksicht auf Vogelschutz- und Amphibienlaichzeiten genommen wird. Anspruchsvoll wird der aktuell laufende Bau außerdem durch den Einbau des besonders großen Drosselbauwerks, der den Einsatz eines mobilen 200-Tonnen-Krans erfordert. Unterm Strich des Projekts stehen 930.000 Euro Bauvolumen und eine optimierte Planung durch die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten. Das Luftbild dokumentiert die fertiggestellte Kanalisation.