Wasserwirtschaft ⋅ Infrastruktur

Ökologisches Wohnen im Gosepark

Ökologisches Wohnen im Gosepark - Gemeinde Alfhausen

Ein ökologisches Wohnquartier, in dem Maßnahmen zum Klimaschutz klar im Vordergrund stehen – genau das wünschte sich die Gemeinde Alfhausen für ein neues Baugebiet an der Eduard-Sudendorf-Straße. Gemeinsam mit der Kreissparkasse Bersenbrück wurde darum 2019 der Plan gefasst, das Quartier „Ökologisches Wohnen im Gosepark“ zu entwickeln. Die städtebauliche Grundidee hinter dem Konzept ist ein im Eingangsbereich des Baugebietes gelegenes Regenrückhaltebecken, das durch seine naturnahe Gestaltung eine besondere Aufenthalts- und Erholungsfunktion für alle Bewohner übernehmen soll. Somit wird der Eingangsbereich des neuen Quartiers durch das Regenrückhaltebecken markiert, das von drei Seiten durch zweigeschossige Gebäude eingerahmt wird. Im gesamten Wohngebiet sollen unterschiedliche Bauformen – vom Geschosswohnungsbau über das freistehende Einfamilienhaus oder Doppelhaus bis zur sogenannten Stadtvilla – realisiert werden, um ein bedarfsorientiertes Angebot an neuem Wohnraum im Eigenheim- und Mietwohnungsbereich zu schaffen und die gewünschte soziale Durchmischung zu ermöglichen. Ein wichtiger Anspruch an die Planung war, dass das gesamte Baugebiet wie eine harmonisch abgestimmte Einheit wahrgenommen wird und gleichzeitig ausreichend Spielraum für individuelle Wünsche bleibt.

Nachhaltigkeit hat oberste Priorität

Der grüne Charakter des Wohngebiets wird schon direkt im Einfahrtsbereich unterstrichen: Baumtore markieren die Zufahrten, gleich dahinter passieren Anwohner und Besucher das naturnah gestaltete Regenrückhaltebecken mit begrünten Uferstreifen, das als Treffpunkt und Quartiersmitte dienen soll. Auch beim Gebäudebau wird stark auf Nachhaltigkeit gesetzt. So sollen sämtliche Häuser mit dem KfW-40-Standard errichtet werden. Die Wärmeversorgung der Wohngebäude erfolgt durch zwei Blockheizkraftwerke in Alfhausen. Die Ausrichtung der Gebäude wurde so im Bebauungsplan festgesetzt, dass Solarenergie optimal genutzt werden kann. Zudem sollen Flachdächer mit einer Neigung bis zu 15 Grad begrünt werden. Auf Schotter-, Stein- und Scherbengärten wird verzichtet, um die Bodenversiegelung möglichst gering zu halten und Lebensraum für die heimische Insektenwelt zu schaffen. Zur Nutzung von Regenwasser zur Bewässerung von Gartenflächen sind Zisternen auf den Grundstücken vorgeschrieben. Um das Plangebiet mit der nördlich gelegenen Siedlung und deren Spielplatz zu vernetzen, sowie zur Anbindung an den Bahnhof von Alfhausen, sind zwei Fuß- und Radwege geplant.