Straßenbau ⋅ Verkehr

Ein Schulgelände mit Zukunft

Ein Schulgelände mit Zukunft

Wer in Essen (Oldb.) schon längere Zeit nicht im Bereich südlich des Bahnhofs unterwegs war, muss beim nächsten Besuch womöglich zweimal hinschauen, denn die Gegend rund um die Schulstraße bekommt ein völlig neues Gewand. Die Planung sowie die Bauüberwachung des Umgestaltungsprojekts mit einem Bauvolumen von insgesamt 2,6 Mio. Euro hat die Gemeinde in die Hände des ibt-Teams gelegt. Anlass zur Umgestaltung gaben u. a. die steigenden Geburtenzahlen in der Gemeinde, die eine Vergrößerung der ansässigen Grundschule erforderten. Ein neues Schulgebäude sowie ein Kindercampus werden nun auf dem Parkplatz der Schule gebaut, auf dem bisher Eltern ihre Kinder absetzten und einluden, Lehrkräfte parkten und sogar Busverkehr entlang geleitet wurde. Die gesamte Verkehrssituation in dem Bereich wird neu geregelt. So entsteht etwa ein zentraler Busbahnhof (ZOB) mit insgesamt acht Haltepositionen direkt vor dem Schulgebäude, der auch als Knotenpunkt für die Verbindung zu weiterführenden Schulen dienen soll. Hier ist gutes Timing beim Bau gefragt, denn der ZOB soll nach den kommenden Sommerferien in Betrieb gehen. Gute Nachrichten gibt es außerdem für radelnde Schülerinnen und Schüler: Dank der neuen Bike&Ride-Station mit 60 Stellplätzen neben der Grundschule haben sie für ihre Fahrräder künftig immer ein trockenes Plätzchen. Für die Lehrerinnen und Lehrer der Grundschule wird ein neuer Parkplatz südöstlich des Schulgebäudes angelegt.

Ein Schulgelände mit Zukunft

Ein Projekt, viele Fördergelder

Für die Durchführung des Projekts ist es notwendig, den Straßenverlauf der Schulstraße umzulegen. Dabei werden gleich auch die Schmutz- und Regenwasserkanäle sowie sämtliche Versorgungsleitungen neu verlegt. Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) hat ibt zudem mit der Planung und Bauüberwachung der Schmutzwasserkanalisation beauftragt. Im Rahmen der Maßnahme wird auch das Gelände des ehemaligen Friedhofs gegenüber der Grundschule umgestaltet.

Eine Besonderheit bei dem Projekt sind die neun verschiedenen Abrechnungsabschnitte, die u. a. erforderlich sind, da es Fördergelder aus verschiedenen Töpfen gibt. So wurde etwa für die Abschnitte der Schulstraße im Bereich des ZOB und des Platzes vor der Grundschule eine „Zuwendung zur Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung“ (ZILE) des Landes Niedersachsens gewährt. Für den ZOB selbst und die Bike&Ride-Station neben der Grundschule wurde eine Landeszuwendung auf ÖPNV-Förderung zugesagt. Der Kindercampus wird zudem im Rahmen der Dorferneuerung gefördert, die Planung und Bauüberwachung der Schmutzwasserkanalisation wird mit dem OOWV in Brake sowie der Gemeinde Essen (Oldb.) abgerechnet.