Stadtplanung

Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept (IKEK):
Zukunftswerkstätten erfolgreich durchgeführt

Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept (IKEK) - Gemeinde Recke - Workshop

Die Gemeinde Recke erstellt zusammen mit dem Stadtplaner Stefan Lehmann vom ibt-Team das „Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept“ (IKEK). Schwerpunkt ist die Erarbeitung eines Zukunftskonzeptes für die ganze Gemeinde. „Wir wollen den Erhalt der Vielfalt dörflicher Lebensformen und des bau- und kulturgeschichtlichen Erbes der Dörfer stärken,“ sagt Stefan Lehmann.

Entwickelt wird ein Leitbild für die Zukunft der Gemeinde. Hierfür wurden in den vier Ortsteilen Recke, Espel, Steinbeck und Obersteinbeck Zukunftswerkstätten durchgeführt.

Rege Beteiligung, viele Vorschläge

„Es waren überall die Pinnwände voll“, so Stefan Lehmann. Die Teilnehmer waren hoch motiviert und voller Ideen und Vorschläge, die unsere Stadtplaner gern entgegennahmen.

Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept (IKEK) - Gemeinde Recke - Workshop
Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept (IKEK) - Gemeinde Recke - Workshop
Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept (IKEK) - Gemeinde Recke - Workshop

In jedem Workshop stellte Lehmann zunächst den jeweiligen Ortsteil aus seiner Sicht vor, um anschließend in Gesprächen und Workshops die Anregungen der Bürger zu sammeln. Die Ortsteile unterscheiden sich in Gestaltung und Lage, aber es gibt gemeinsame Herausforderungen, denen sich alle stellen müssen. So wird die Einwohnerzahl in den nächsten Jahren stetig sinken, während das Durchschnittsalter steigt. Aus diesem Grund wurde das Thema altersgerechtes Wohnen in jedem der vier Workshops berücksichtigt. Weitere Gemeinsamkeit ist die Relevanz einer guten Verkehrsanbindung, da über die Hälfte der Einwohner nicht in der Gemeinde arbeitet. Die Reaktivierung der Tecklenburger Nordbahn wurde daher in allen Werkstätten bewegt diskutiert. Allen Ortsteilen gemein ist, dass sie das Gemeinschaftsgefühl stärken und den Zusammenhalt verbessern möchten. So wünschen sich sowohl Espel als auch Recke, Steinbeck und Obersteinbeck eine Dorfgemeinschaftsanlage oder ein Clubhaus, in dem Veranstaltungen stattfinden können und Gemeinschaft erlebbar wird. Darüber hinaus gibt es viele weitere Ideen. Immer wieder wird die Nachnutzung von Leerständen diskutiert, wie beispielsweise in Obersteinbeck bei der Grundschule oder in Recke bei dem Gebäude des DMK. In Espel ist der Baulückenschluss ebenso ein Thema wie der Erhalt der Grundversorgung, während in Steinbeck über eine bessere Anbindung des Mittellandkanals und einen Kletterpark gesprochen wird.

Wie geht es weiter

Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept (IKEK) - Gemeinde Recke - Workshop

Bürgermeister Eckhard Kellermeier zeigte sich mit der Resonanz in allen Orten sehr zufrieden und sprach von „guten Veranstaltungen.“ Nun werden alle Vorschläge erneut gesichtet und Schwerpunkte herausgefiltert. „Wir müssen Prioritäten setzen,“ sagt Stefan Lehmann. Gemeinsam mit Verwaltung und Bürgern werden dann ein Leitbild und Projektideen für die Gemeinde erarbeitet. Erste Ergebnisse werden noch vor der Sommerpause präsentiert, das Konzept soll im September fertig gestellt sein, um im Frühjahr 2018 das erste Projekt in Angriff zu nehmen.