Straßenbau ⋅ Verkehr

Der Lutterdamm in Ostercappeln ist nun nicht mehr „eine der schlechtesten Straßen“ im Landkreis

Der Lutterdamm, die Verbindungsstraße zwischen Bramsche/Lappenstuhl und Venner Moor auf dem Gemeindegebiet Ostercappeln, galt lange Zeit als eine der schlechtesten Fahrbahnen im Landkreis Osnabrück. Nun wurde die 5,2 Kilometer lange Straße mit einer Ausbaubreite von 4,5 Metern saniert.

Die Gemeindeverbindungsstraße war nur noch mit Tempo 50 befahrbar. Ursächlich für dieses Tempolimit war der schlechte Zustand der bituminösen Oberfläche mit Wölbungen, ausgeprägten Fahrspuren und Verwerfungen, Rissbildungen, Absackungen, durchgehenden Kantenabbrüchen und Löchern. Zudem behinderten Vegetation und Wasserabfluss den Verkehr.

Lutterdamm - vorher
Lutterdamm - nachher

Das EU-Förderprogramm „Ländlicher Wegebau“ trug 73 % der Kosten von rund einer Million Euro. Konkret stammte das Geld aus „Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung“ (ZILE-Mittel) und machte die längst fällige Sanierung möglich. Es wurden folgende Maßnahmen durchgeführt:

  • Abfräsung der alten Trag- und Deckschicht
  • Verbreiterung und Stabilisierung der Seitenränder
  • Nachschotterung auf der gesamten Breite
  • Einbau einer bituminösen Trag- und Deckschicht und beidseitiger Banketten
  • Erneuerung aller defekten Durchlässe
  • Teilabschnitt am ev. Friedhof: verkehrsberuhigter Ausbau mit Aufpflasterung und Neuherstellung des Parkstreifens

Nach der Ausschreibung des Vorhabens, ausgeführt durch das ibt-Team in Bersenbrück, erging der Zuwendungsbescheid Anfang Juli 2017 mit der Auflage, die Maßnahme bis zum 31. Oktober 2017 abzuschließen und abzurechnen. Durch eine beispielhafte Zusammenarbeit mit allen Beteiligten begann die Firma Koldewei aus Schwaförden bereits am 7. August 2017 mit der Baumaßnahme. „Es gab ein super Teamwork mit der Gemeinde Ostercappeln“, so Reinhard Kock vom ibt-Team. Auch das Verhalten der Anlieger, welche durch Anliegerversammlungen informiert und beteiligt wurden, sei vorbildlich gewesen, wie Reinhard Kock und auch Gemeindebürgermeister Rainer Ellermann und Ortsbürgermeister Erik Ballmeyer betonen.

Nach neun Wochen war die Sanierung abgeschlossen, obwohl zu dieser Zeit auch die Maisernte stattfand. „Das Wetter hat sehr gut mitgespielt“, sagt Reinhard Kock. Auch der Kostenrahmen wird eingehalten. Sein Fazit: eine perfekte Punktlandung.