Landschaftsplanung

Jetzt läuft die Hase anders

Umflut Hase
Umflut Hase

Mit einer Länge von ca. 169 km gilt die Hase als bedeutendster Nebenfluss der Ems. Vielfältig sind die Bestrebungen, die Lebensbedingungen für die Fische und Fischnährtiere in diesem Fließgewässer kontinuierlich zu verbessern. Der Landkreis Osnabrück und der Unterhaltungsverband (UHV) Nr. 96 „Hase-Bever“ engagieren sich intensiv dafür, die Hase durchgängig zu gestalten – also auch den Oberlauf bei Melle. Dort sind Bachforellen anzutreffen, aber auch teilweise gefährdete Kleinfischarten wie Gründling, Mühlkoppe, Steinbeisser und Schmerle.  

Im Meller Ortsteil Ausbergen durchströmt die Hase auch die historische Sutmühle. Hier befindet sich innerhalb des Mühlengebäudes ein ca. 1,8 m tiefer Absturz, eine Durchgängigkeit im Hauptfluss war wegen der baulichen Gegebenheiten aber nicht möglich. Zwar war eine Umflut vorhanden, jedoch floss das Wasser über eine Sohlrampe mit starkem Gefälle, die für Kleinfische und Fischnährtiere ein unüberwindbares Hindernis darstellte. Hier musste gehandelt werden.  

Neuer naturnaher Gewässerabschnitt  

Nachdem der Landkreis Osnabrück und der UHV Nr. 96 die betreffende Fläche erworben hatten, waren die Voraussetzungen für den Bau einer fischgerechteren Umflut geschaffen. Nach Plänen aus dem Hause ibt wurde die vorhandene Umflut mit einem moderaten Sohlgefälle verlängert. So wurde eine leichtere Durchwanderbarkeit des Flusslaufs erreicht und zugleich ein naturnaher Gewässerabschnitt geschaffen. Der neue Verlauf erfolgt leicht mäandrierend, flache Böschungsneigungen und Kolke geben der Hase ein neues, strukturreiches Gewässerprofil.  

Die Umsetzung der Planung lag beim Unterhaltungsverband Nr. 96 „Hase-Bever“ und wurde Ende 2013 abgeschlossen. Die Fische hat's gefreut.